Leben Ohne Dich
Von Leben Ohne Dich
So viele Kinder sind zu den Sternen schon geflogen.
So viele Eltern um so viel Zeit betrogen.
Niemand kann unsere Sehnsucht stillen,
den sehnlichst Wunsch kann keiner hier erfüllen.
In unserm LoD gibt es so viele Wunden,
so viele Menschen traurig und geschunden.
Man liest nicht nur eine traurige Geschicht,
trotz aller Trauer hier ist immer Licht.
Muss nicht nur trauern, weinen und auch bangen,
treff mich bei LOD denn hier werd ich gefangen.
Muss meine Trauer tragen nicht so einsam,
die Trauer hier die tragen wir gemeinsam.
Anfangs da glaubte ich es kaum,
hab hier gefunden meinen geschützten Raum.
In LoD da gibt es keine Schranken
Ich komm hier her kann mich mit Kraft betanken.
Ich danke hier aus aller tiefsten Herzen,
ich kann hier teilen alle meine Schmerzen.
Wenn wir eines Tage sind im Paradies,
oder wie der Ort auch immer hieß.
Dann hoffe ich dort gib es eine Lounge
Dort treffen wir uns mit Apfelwein und Brunch
Dort werden wir mit unseren Kindern tanzen und singen,
der Anblick unserer Kinder wird uns zum lachen nicht zum weinen bringen.
Vergessen sind dann Schmerz und Tod.
An der Tür von dieser Lounge steht LoD.
Leben ohne unser Kind
Geht behutsam mit uns um, denn wir sind schutzlos. Die Wunde in uns ist noch offen und weiteren Verletzungen preisgegeben. Wir haben so wenig Kraft, um Widerstand zu leisten.
Gestattet uns unseren Weg, der lang sei kann. Drängt uns nicht, so zu sein wie früher, wir können es nicht. Denkt daran, dass wir in Wandlung begriffen sind. Lasst Euch sagen, dass wir uns selbst fremd sind. Habt Geduld.
Wir wissen, dass wir Bitteres in Eure Zufriedenheit streuen, dass Euer Lachen ersterben kann, wenn Ihr unser Erschrecken seht, dass wir Euch mit Leid konfrontieren, dass Ihr vermeiden möchtet. Wenn wir Eure Kinder sehen, leiden wir. Wir müssen die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen. Wir haben die Sicherheit verloren, in der Ihr noch lebt.
Ihr haltet uns entgegen: Auch wir haben Kummer. Doch wenn wir Euch fragen, ob ihr unser Schicksal tragen möchtet, erschreckt Ihr. Aber verzeiht: Unser Leid ist so übermächtig, dass wir oft vergessen, dass es viele Arten von Schmerz gibt.
Ihr wisst vielleicht nicht, wie schwer wir unsere Gedanken sammeln können. Unsere Kinder begleiten uns. Vieles, was wir hören, müssen wir auf sie beziehen. Wir hören Euch zu, aber unsere Gedanken schweifen ab.
Nehmt es an, wenn wir von unseren Kindern und unserer Trauer zu sprechen beginnen. Wir tun nur das, was in uns drängt. Wenn wir Eure Abwehr sehen, fühlen wir und unverstanden und einsam.
Lasst unsere Kinder bedeutend werden vor Euch.
Teilt mit uns den Glauben an sie. Noch mehr als früher sind sie ein Teil von uns. Wenn Ihr unsere Kinder verletzt, verletzt Ihr uns. Mag sein, dass wir sie vollendeter machen, als sie es waren, aber Fehler zuzugestehen fällt uns schwer. Zerstört nicht unser Bild. Glaubt uns: Wir brauchen es so.
Versucht Euch in uns einzufühlen. Glaubt daran, dass unsere Belastbarkeit wächst. Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuem Selbstverständnis leben werden. Euer „Zu-trauen" stärkt uns auf diesem Weg.
Wenn wir es geschafft haben, unser Schicksal anzunehmen, werden wir Euch freier begegnen. Jetzt aber zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen. Wir brauchen Eure Annahme.
Vergesst nicht, wir müssen so vieles von neuem lernen. Unsere Trauer hat unser Sehen und fühlen verändert. Bleibt an unserer Seite. Lernt von uns für Euer eigenes Leben.
Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen,
verschwindet es.
Da sagt jemand: nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont
ist nichts anderes als die Grenze
unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.
— Peter Streiff
Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
und während die Tage verstreichen, werden sie zu Stein.
Du lachst und sprichst, als wenn nichts wäre,
sie scheinen geronnen zu Schaum,
doch Du spürst ihre lastende Schwere bis tief in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blumenmeer,
aber in Deinem Herzen ist eine Stelle…
versteinert.... da blüht nicht's mehr.
Warum blicken wir traurig ins Leere?
Warum weinen wir Tränen wie Meere?
Warum sind in unseren Herzen Risse?
Warum wohl???
Weil wir Dich vermissen!
Dankbar
Dankbar sind wir für alle,
die uns jetzt nicht ausweichen.
Dankbar sind wir für die,
die uns immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.
Dankbar sind wir allen,
die uns erlauben,
von Dennis zu sprechen.
Wir möchten unsere Erinnerung
nicht totschweigen.
Dankbar sind wir denjenigen,
die uns zuhören,
auch wenn das, was wir zu sagen haben,
sehr schwer zu ertragen ist.
Dankbar sind wir allen,
die uns nicht ändern wollen
sondern geduldig annehmen
wie wir jetzt sind.
Dankbar sind wir allen, die uns trösten,
und uns zusichern,
dass wir nicht alleine sind.
Für LOD